40 Songs mit Blick auf die Loreley – Wer braucht schon Powerwolf?

Nur vierundzwanzig Stunden nach dem Abriss in Morbach stand direkt das nächste Highlight auf dem Plan: Loreleyblick Maria Ruh in Urbar. Was für eine unfassbar malerische Kulisse! Eine kleine, aber feine Open-Air-Bühne direkt gegenüber dem legendären Loreleyfelsen.

Weil wir hochmotiviert waren, kamen wir natürlich viel zu früh an. Anstatt ins Hotel einzubuchen, ist irgendwie keiner auf diese Idee gekommen – die Anziehungskraft des schattigen Biergartens war einfach viel zu groß! Also haben wir uns erstmal dort niedergelassen und das Panorama genossen. Gegen 16:00 Uhr hieß es dann aber doch: Ärmel hochkrempeln und Aufbauen. Das Team von MyFire war erstklassig vorbereitet und hatte unseren Rider extrem gewissenhaft gelesen. Gut, der Drumriser war am Ende ein klitzekleines Bisschen zu kompakt, aber wir haben es passend gemacht. Der Soundcheck ging extrem flott durch, sodass wir pünktlich zum leckeren Abendessen wieder entspannt zusammensitzen und uns mental auf den Abend vorbereiten konnten. Da wir an diesem Tag etwas mehr Spielzeit im Gepäck hatten, eskalierte die Setlist-Planung ein wenig: Satte 40 Songs landeten auf dem Zettel!

Knapp 200 Hosen-Verrückte stürmten das Areal, und jeder Einzelne war von der ersten Sekunde an zu 100% auf absolute Eskalation eingestellt. Es war auch richtig schön, das ein oder andere bekannte Gesicht aus der Opium-Gang in den vorderen Reihen zu entdecken! Obwohl uns der Vortag aus dem Hunsrück noch ordentlich in den Knochen steckte, gab es auf der Bühne keine Kompromisse – wir haben wieder alles gegeben, was in den Tanks war.

Nach der Show haben wir den lauen Sommerabend noch ausgiebig genutzt, um mit den Leuten zu quatschen und anzustoßen. Drüben auf der anderen Rheinseite auf der großen Freilichtbühne haben an dem Abend übrigens Powerwolf gespielt. Aber ganz ehrlich? Bei der Stimmung in Maria Ruh und auch sonst war uns das völlig egal. Urbar, ihr wart der perfekte Abschluss für dieses fette Sommer-Wochenende!


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